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Tiere und andere Menschen

Flavio Marchetti | AT 2017 | 88 min

Kinostart: 13.10.2017

„An und für sich ist der Hund nie schuld.“

In einem Wechselspiel von Nähe und Distanz erzählt TIERE UND ANDERE MENSCHEN über die Beziehung zwischen Mensch und Tier. Das Wiener Tierschutzhaus beherbergt rund 1.000 tierische Schützlinge, von ausgesetzten Haustieren, konfiszierten Exoten bis zu Wildtieren, die aus ihrem natürlichen Lebensraum verdrängt wurden.

Trotz allem aber ist es ein Ort voller Hoffnung und Engagement, der den Rahmen für eine Vielzahl an miteinander verknüpften Geschichten bildet. Unmittelbar, ohne wertenden Kommentar begleitet Regisseur Flavio Marchettidie ÄrztInnen und PflegerInnen bei ihrem täglichen Bemühen, verletzte und verstoßene Tiere artgerecht zu versorgen, zu operieren und aufzupäppeln, an ein liebevolleres Heim zu vermitteln oder wieder auszuwildern. Es sind beklemmende wie humorvolle Begegnungen zwischen Mensch und Tier: Steckbriefe, die wie Dating-Profile Auskunft über die Charaktereigenschaften der Tiere geben, eine Pflegerin, die einem Kakadu aus einem Kinderbuch vorliest, oder Schimpansin Rosi, die zaghaft ihre Hand durch das Gitter streckt.

Auf Augenhöhe mit der Kamera ist man versucht, in den entwaffnenden Blicken der Tiere menschliche Wesenszüge zu erkennen. „Sämtliche Tiere reden mit uns. Das Problem ist: wir verstehen sie nicht“, sagt eine Zoologin im Film. Der Film ist aber mehr als das Porträt einer Institution: TIERE UND ANDERE MENSCHEN ist ein Sinnbild für das Mitgefühl als moralischer Wert einer Gesellschaft.