Michael Glawogger
FRANKREICH, WIR KOMMEN!

A 1999, S-16mm, Blow-Up 35mm, 80 min
Regie: Michael Glawogger
Drehbuch: Michael Glawogger, Johann Skocek
Kamera: Wolfgang Thaler
Musik: Armin Pokorn
Produktion: Lotus Film
mit: Roland Spöttling, Johann Skocek, Kurt Dietl,
Gerhard Erber, Margit Erber, u.a.


"Frankreich, wir kommen! - Ein Drama in drei Akten" erzählt von der Reise des österreichischen Nationalteams zur WM-Endrunde nach Frankreich, gesehen durch die Augen eines Sportjournalisten, eines Bankrevisors und seiner Mutter, eines Pensionisten, eines Alkoholikers, einer Großfamilie, eines Kindertrainers und eines Blinden. Rund um die Spiele gegen Kamerun, Chile, Italien erzählt der Film von Glaube, Liebe und Hoffnung vor dem Fernsehschirm - dem Fernsehschirm, der uns hier den Blick auf den Teil der Welt öffnet, der gebannt vor ihm sitzt.

Die Idee zum Film kam von Michael Glawogger. Er wollte einen Film über die Befindlichkeit des Österreichers während der Fußball-Weltmeisterschaft in Frankreich 1998 drehen. Die Österreicher würden dort drei Spiele in ihrer Vorrundengruppe gegen Kamerun, Chile und Italien absolvieren, und vielleicht noch eines mehr im Achtelfinale. Die Annahme, Österreichs Team würde Weltmeister werden, war eine verlockende, wenn sie auch ein bißchen theoretisch anmutete.

Die Österreicher scheiterten schließlich denkbar knapp. Sie hätten nach den zehn Qualifikationsmatches und den drei Gruppenspielen nur mehr vier weitere Begegnungen gewinnen müssen.

"Es geht nicht wirklich um Fußball in diesem hinreißenden Film, es geht um das, was er bewirkt, und das ist anscheinend - trotz all der Krawalle, von denen man über die Medien immer wieder hört - im Ganzen gesehen eher völkerverbindend als trennend:"
Wiener Zeitung

"Als Liebeserklärung an den Fußball zu verstehen"
Hans Hofstätter, Wiener Sport am Montag