
IT/H
1998, 35 mm, Dolby Digital, 102 min, DF
Regie und Drehbuch: Dario Argento u. Gerard Brach
nach dem gleichnamigen Roman von Gaston Leroux
Kamera: Ronnie Taylor
Musik: Ennio Morricone
Schnitt: Anna Napoli
Spezialeffekte: Sergio Stivaletti
Produktion: Medusa Film
mit: Julian Sands, Asia Argento, Andrea die Stefano,
Coralina Cataldi Tassoni, u.a.
1877 - das große Opernhaus von Paris. Es hält
sich das Gerücht, ein Phantom hause in den Gängen. Niemand hat es je gesehen, und doch
weht seine Anwesenheit wie ein eisiger Lufthauch durch jeden Winkel des Opernhauses.
Einige Handwerker, die in den unterirdischen Kanälen beschäftigt sind, werden von einem
mysteriösen Wesen zerfleischt. Auf der Bühne des menschenleeren Theaters studiert die
junge Sopranistin Christine (Asia Argento) die Rolle der Julia ein. Im Dunklen verborgen
lauscht das Phantom (Julian Sands) und ist von Christines Schönheit und ihrem Talent
hingerissen.
Vor ihrer Garderobe offenbart sich das Phantom Christine und läßt sie tief beeindruckt
von seiner anziehenden Erscheinung zurück.Ein Rattenfänger wird in den Gewölben von
einer unsichtbaren Macht dazu gezwungen, sich selbst zu verstümmeln. Obwohl sie sich in
Gesellschaft ihres Galans, des charmanten und aufrichtigen Vicomte Raoul de Chagny wohl
fühlt, ist Christine von der geheimnisvollen Persönlichkeit des Phantoms wie berauscht.
Sie läßt sich auf metaphysische Weise in sein verborgenes Zuhause leiten und gibt sich
ihm leidenschaftlich hin.Weitere Menschen verschwinden in den labyrinthischen
unteriridischen Gängen. Das Phantom ist entschlossen, aus Christine die größte
Sopranistin von Paris zu machen. Dazu muß allerdings die resolute Primadonna Carlotta auf
ihren Auftritt verzichten. Die fortschreitende Dominanz des Phantoms erzeugt in Christine
Faszination und Abscheu zugleich. Sie bittet Raoul, der ihr inzwischen hoffnungslos
verfallen ist, um Beistand. Endlich hat Christine ihren Auftritt, doch da wird ihr
Geheimnis öffentlich aufgedeckt und die Entscheidung zwischen dem Phantom und Raoul
zerreisst sie. Nur einer kann überleben.
"Dieses Mosaik aus Spannung, Musik,
lebendigen Farben und gothischer Architektur zu erschaffen, war die größte
Herausforderung in meiner Karriere als Filmemacher."
Dario Argento
"Fragile, gespenstische Bilder hat Argento
für diese märchenhafte Liebesbeziehung zwischen Licht und Schatten gefunden. Kinobilder,
inspiriert von den Nachtgemälden eines George de la Tour. Feiner und subtiler ist Argento
geworden mit seinen letzten elegisch-eleganten Filmen. Und dabei ist er ganz auf der Höhe
der Zeit, ganz im Präsens."
Hans Schifferle, Süddeutsche Zeitung
"Argentos Film schenkt dem Zuschauer nichts
vom schmalzigen Pomp des Musicals von Andrew Lloyd Webber. Dafür bietet er aber eine
vollkommen von der Gegenwart gelöste Kinoerfahrung und eine intime Innensicht der
Geisteswelt des späten 19. Jahrhunderts."
Frankfurter Rundschau |