A/D 2001, 80 min., 1:1.85, Farbe,
Dolby SR, 35mm
Regie & Drehbuch: Jessica Hausner
Kamera: Martin Gschlacht
Schnitt: Karin Hartusch
Produktion: Gerhard Hannak, Antonin Svoboda u.a.;
Coop 99, Essential Filmproduktion, Prisma Filmproduktion
mit: Barbara Osika, Christoph Bauer, Wolfgang Kostal, Karina Brandlmayer
Rita ist eine Aussenseiterin. In der Schule
lachen die anderen über ihren grossen Busen, die Lehrer finden Rita frech.
Sie macht genau das, was Aussenseiter noch unbeliebter macht als sie sowieso
schon sind: sie buhlt mit allen Mitteln nach Anerkennung. Ritas Eltern
wollen sie zähmen, aber die herkömmliche ‚bürgerliche Erziehungsmethode‘
wirkt bei Rita nicht. Der Vater, der durch seinen Jähzorn Angst und
Schrecken verbreitet, hält Rita für ein „verschlagenes Geschöpf“.
LOVELY RITA erzählt von Ritas hartnäckigem
Versuch, aus ihrer Einsamkeit auszubrechen und jemanden seine Zuneigung
abzuringen - so zum Beispiel dem kleinen Fexi: er ist 13, der Nachbarjunge,
hat Asthma. Er ist auch ein Aussenseiter, er ist froh, in Rita eine
Partnerin gefunden zu haben. Aber Rita geht zu weit, sie überschätzt seine
Reife, kommt ihm zu nahe. Ritas Bemühen um Liebe vertreibt die Liebe, weil
sie immer wieder gegen Normen verstößt, die vor allem ihre Eltern
aufrechtzuerhalten versuchen. Letztlich befreit sich Rita auf eine radikale
Weise - und erlangt eine ‚Freiheit‘, die erschreckend ist.
Offizielle Auswahl Cannes 2001
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